In kaum bewältigbaren Mengen stapeln sich Bericht, Anträge und andere Arten von Schriftstücken auf dem Schreibtisch der Präsidentin. Gerade ist sie dabei sich eine kleine Pause zu göhnen. Eine Ihrer vielen guten Geister, Ihre persönlich Assistentin brachte Ihr eine große Kanne frisch gebrühten Kaffee. Mit nur einem Tropfen Milch und diesen gut verrührt geniest sie das warme Gefühl Ihrer Kehle.
So erfrischt und wieder voller Energie, widmet sie sich ihrer Aufgabe. Heute ist es ins besondere das Studium der vielen Berichte Ihrer militärischen Informationsdienste. Im Moment zeigt sich in den meisten der Distrikten, Fürstentümer oder wie man das wohl nennen wollte, die Wirtschaften entwickeln sich vorwiegend in Richtung Rüstung. Die Bedürfnisse der Bevölkerungen scheinen immer mehr in den Hintergrund zu rücken. Während der letzten Vorstandssitzung gab es unter anderem einen interessanten Antrag, die Terranische Hegonomie könnte doch die Entwicklung der Häuser für sich dahingehend nutzen, dass sie nämlich ins Finanzgeschäft einsteigt.
Mit der Antragstellung brach zugleich eine heftige Diskussion aus. Der Vorstand teilte sich augenblicklich in zwei Lager, die einen sahen nur noch die Vermögensvermehrung, die anderen bestanden sofort auf die Beibehaltung der neutralen Position. Zuerst musste die Emotionalität weichen, um Platz für sachliche Argumente zu schaffen. Ab dann sah man erst das gewaltige Potenzial dieses Antrages.
Vor dem inneren Auge Deboras öffnete sich ein riesiger Horizont an Möglichkeiten, zu Gunsten der Hegonomie. Die TH ist als Einzige im Stande so ein großes Geschäft nicht nur aufzuziehen, sondern auch zu kontrollieren. Damit könnten Abhängigkeiten geschaffen werden. Die Mehrzahl der korrupten Lords würde nur den persönlichen Vorteil sehen. Positiver Nebeneffekt, durch Zinseinnahmen könnte der Wohlstand im eigenen Territorium noch erhöht werden.
Schlussendlich kam es während der Vorstandsitzung nach langer Debatte zu dem Beschluss, den Einstieg der TH ins Großfinanzgeschäft vorzubereiten, die Gründung einer speziell dafür notwendigen Ratingagentur und einer Hausbank. Nach diesem Gedanken verzogen sich die Mundwinkel von Debora zu einem befremdlich bösen lächeln.